Montag, 23. Januar 2012

Tote Mädchen lügen nicht

Wer hatte nicht schonmal den Gedanken: Wäre das Leben doch endlich vorbei. Aber wieviele meinten diesen Gedanken ernst, haben ihn weitergesponnen und einen Plan daraus gemacht?



Hannah Baker hat dies getan. Niemand weiß warum. Außer denen die sie dazu getrieben haben. Sie hat es ihnen erzählt. Auf Kasetten. Und diese Kasetten hören sie nachdem sich Hannah umgebracht hat. Sie hören die Stimme einer Toten. Sie hören dass sie Schuld sind, zumindestens Mitschuld. Und sie lernen Hannah kennen. Die wirkliche Hannah, so wie sie ist und nicht so wie sie sie sehen wollten. Gerüchte, Scherze und Unaufmerksamkeit haben sie zu einer sehr schrecklichen Entscheidung getrieben.
Es verursacht Gänsehaut zu lesen, wie eine Tote ihre Peiniger konfrontiert. Es verursacht Verwirrung, weil man nicht weiß "Ist das fair? Sie hatten doch keine Ahnung!" und gleichzeitig ist man so wütend weil sie Hannah Schmerzen zugefügt haben. Keine körperlichen, vorallem seelische!




Und dann die Frage: wie sehr kennt man die Leute um sich rum? weiß man was in Ihnen vorgeht? Was bewirken Worte wirklich? Geben wir uns überhaupt noch die Mühe Menschen kennezulernen?

Dienstag, 17. Januar 2012

Zu Grabe

Ein schonmal vorraus, auch wenn man den ersten Roman "Die Zahl" von Daniela Larcher nicht gelesen hat so wie ich, kann man unheimlich viel Freude an diesem Buch haben!



Ein grausamer Mord, bei dem ein Archäologieprofessor enthauptet wird. Ein junger Mann der zu Unrecht verdächtigt und verhaftet wird. Ein alter Fluch, der antiquitätenbegeisterte alte Männer heimsucht. Oder gibt es doch eine wissenschaftliche Erklärung für all das?

Ein Pfarrer der das Gebot „Du sollst nicht stehlen“ bricht. Ein lebender Mann in einem Sarg. Eine Ausgrabung die die Teilnehmer heimsucht. Oder einfach nur ein verrückter Mörder?

Fragen, Erlebnisse, Heimsuchungen. All dem sieht sich Chefinspektor Otto Morell gegenüber als er nach Wien zurückkehrt um seinem unschuldigen Freund Leander Lorentz zu helfen. Der etwas behebige und gemütliche Kerl muss sich einigen Hindernissen und ungewöhnlichen Methoden stellen um den Fall zu lösen und seinem Freund zu helfen. Er überwindet seinen inneren Schweinehund, einen alten, ihm nicht wohlgesonnenen Kollegen, die Arbeit mit Toten und Särgen, die ihm doch eigentlich so unheimlich ist und ein jahrzehntealtes Rätsel um einen Fluch.

Dieses Buch ist spannend bis zu letzten Seite. Diese Spannung verdankt es nicht nur der unheimlich tollen Handlung sondern auch den einmaligen und unterschiedlichen Charakteren, die gerade wenn man denkt man kennt sie etwas total Unerwartetes tun. Mehrere Rätsel die nicht zusammengehören aber einander die Fragen und Lösungen zuspielen.

Dabei ist das ganze wunderbar geschrieben. Details die die Geschichte lebendig und manchmal so lebendig gruselig und spannend machen. Beschreibungen die sich einem genau vorstellen lassen wo man ist.

Einfach ein unheimlich toller Kriminalroman den ich von Herzen jedem empfehlen kann!

Freitag, 18. März 2011

ELLYWUNSCHENTE - Leipzig Buchmesse 2011

Tag 1 der Buchmesse war äußerst ereignisreich, doch das erste von dem ich berichten möchte, hat eigentlich garnichts mit Büchern zu tun, sondern mit dem Herz.



Unser Blick fiel als erstes auf die supersüßen Quietsche und Kuschelenten in allen Farben. Auf dem zweiten Blick wurde uns klar: Da steckt mehr dahinter.
Die Aktion ELLYWUNSCHENTE erfüllt Wünsche. Wünsche von Kindern die schwer krank sind.



ELLYWUNSCHENTE ist eine Aktion des Arbeiter-Samariter- Bundes, Kreisverband Torgau-Oschatz e.V. . In Zusammenarbeit mit Ärzten, Schwestern und Therapeuten von Kinderkliniken und Krankenhäusern ist eine heilpädagogin des ASB als Wunscherfüllerin unterwegs. Außerdem unterstützen viele ehrenamtliche Helfer, Förderer und Sponsoren die ELLYWUNSCHENTE dabei, schwerstkranke Kindern, mit der Erfüllung eines Traumes, Freude und neue Kraft zu schenken.
Hierfür setzen sich die Mitarbeiter der ELLYWUNSCHENTE mit den Kindern zusammen, sie lernen sie besser kennen und erfahren von ihren Wünschen und Träumen, um dann alles daran zu setzen diese zu erfüllen.
Um dies zu ermöglichen braucht ELLYWUNSCHENTE viele Helfer und noch mehr Unterstützung.
Wenn auch jemand von euch schwerstkranken Kindern wieder Lebensmut schenken möchte, oder sie zumindestens ein wenig glücklicher machen möchte könnt ihr das über ELLYWUNSCHENTE tun. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:
-> ihr könnt etwas spenden
-> euch als ehrenamtlicher Helfer melden
-> Benefizaktionen zu Gunsten von ELLYWUNSCHENTE starten
-> euch als Botschafter für ELLYWUNSCHENTE einsetzen
-> oder Förderer oder Sponsor werden

Ihr wollt mehr über ELLYWUNSCHENTE erfahren? Dann schaut ab und zu gerne hier herein, ich werde bestimmt weiter davon berichten.
Oder ihr kontaktiert ELLYWUNSCHENTE direkt:
ELLYWUNSCHENTE

Dienstag, 8. Februar 2011

Black Swan unheimlich tragisch



Ein junges Mädchen auf dem Weg zur Perfektion.

Realität und Fiktion gehen in einander über.

Freunde sind eigentlich Feinde. Oder doch nicht?


Ich hatte etwas ganz anderes erwartet als ich in den Film hineinging. Ich kann nicht einmal beschreiben was ich erwartet habe aber was ich dort gesehen habe war es bestimmt nicht.
Es hat mich einfach umgehauen, noch nie habe ich etwas vergleichbares gesehen.
Nina ist eine Perfektionistin, sie trainiert lange um sich den Traum ihres Lebens zu erfüllen. Sie will die Schwanenkönigin spielen. Und langsam zerbricht sie daran. Was mit Essstörungen und wahnhaftem Kratzen beginnt entwickelt sich mit der Erfüllung ihres Traums zu einer wahren Psychose.
Darren Aronofsky schafft es einem das Gefühl zu geben, dass man selber nicht weiß was Wahrheit und was Fiktion ist.
Natalie Portman ist einfach überragend. Sie spielt sehr überzeugend das biedere Mädchen dass noch bei ihrer Mutter wohnt und in einem rosa Mädchentraum von Zimmer wohnt. Gleichzeitig ist sie diese verwirrte Frau die ihre Sexualität entdeckt und anfängt zu leben. Und sie ist die der Black Swan. Sie ist von sich selbst überzeugt, nichts kommt an sie ran und sie ist gefährlich.
Mila Kunis ist Lily, Ninas Gegenspielerin, Ninas Freundin, das was Nina nie sein wird. Sie lebt, genießt und ist der perfekte Black Swan: verführerisch gefährlich.
Vincent Cassel ist ist Thomas Leroy, Ninas Lehrer. Er ist ein Genie und in gewisser Weise Ninas Antrieb. Er ist es der ihr ihren Traum ermöglicht, aus ihr den Black Swan rausholt und in gewisser Weise ihren Untergang verursacht.
Dazu noch Barbara Hershey und Winona Ryder. Einfach ein Top Team an Schauspielern.



Dieses Zerbrechen an dem Druck perfekt sein zu wollen, das Entwickeln wahnhafter Vorstellungen, und eine Umsetzung die einem die Schauer über den Rücken laufen lässt macht diesen Film zu etwas greifbarem und doch unheimlich faszinierendem.
Perfekt sein ist nicht immer Perfektion.

Montag, 7. Februar 2011

Bücherfundgrube: Kirche


Bücher begegnen einem an den unterschiedlichsten Orten.
Am Samstag gehe ich nichtsahnend den Greifswalder Dom besichtigen und in einem kleinen Seitenraum sind sie. Lauter Regale und Tische voll mit Büchern.
Da konnte ich natürlich nicht wiederstehen und habe drei Büchern ein neues Zuhause gegeben. Und den Preis konnte man in Form einer Spende selber festlegen.
Das Buch "Die dreizehnte Geschichte" ist mir irgendwie besonders ans herz gewachsen.
Bin gespannt...